Der Weißstorch

 

Der Weißstorch (Ciconia ciconia) Die Störche (Ciconiidae) sind eine Familie der Schreitvögel, die mit sechs Gattungen und 19 Arten in allen Kontinenten außer Antarktika verbreitet ist. Charakteristisch für diese Vögel sind der lange Hals, die langen Beine und der große, oft langgestreckte Schnabel. Alle Störche sind Fleischfresser, die Ernährung variiert aber je nach Art. Der in Europa bekannteste Storch ist der Weißstorch (Ciconia ciconia), andere bekannte Vertreter dieser Gruppe sind beispielsweise die Marabus (Leptoptilos) und der Nimmersatt (Mycteria ibis).

Ernährung

Der Weißstorch ernährt sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen, Ratten, Fischen, Eidechsen, Schlangen sowie von Aas. Selten frisst er Eier und Nestlinge anderer Vögel, vor allem bodenbrütender Arten. Er ist auf keine Nahrung spezialisiert, sondern frisst Beute, die häufig vorhanden ist. Deshalb bezeichnet man den Weißstorch als Nahrungsopportunisten. Auf der Insel Föhr ernähren sich die Weißstörche auch aus dem Wattenmeer. Sie fressen dabei Krabben und Fische

Seine Jagdmethode ist höchst charakteristisch und macht ihn schon aus weiter Entfernung erkennbar: Er schreitet auf der Suche nach Beute durch Wiesen und Sumpfland und stößt dann blitzartig mit dem Schnabel auf seine Beute herab. Daneben kann er auch wie ein Reiher mit angewinkelten Beinen an einem Mauseloch lauern und dann plötzlich zustoßen. In seichten Gewässern durchschnäbelt er das Wasser nach Beute.

Nist- und Brutverhalten

Der Weißstorch, der ein Alter von über 35 Jahren erreichen kann, nistet auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden und Strommasten. Er besiedelt offene und halboffene Landschaften. Dabei bevorzugt er feuchte und wasserreiche Gegenden wie Flussauen und Grünlandniederungen. Weißstörche werden im Alter von etwa vier Jahren geschlechtsreif. Ihr Nistplatz wird als „Horst“ bezeichnet. Die Brutzeit erstreckt sich von Anfang April bis Anfang August. Dabei wählt das früher ankommende Männchen den Standort so, dass sich in rund drei bis fünf Kilometer Umkreis ausreichend große Nahrungsgründe finden. Da ein Storchenpaar seinem Horst über Jahrzehnte treu bleibt und der Nestbau nie abgeschlossen wird, kann der Horst eine Höhe von mehreren Metern und ein Gewicht von zwei Tonnen erreichen – kein anderer europäischer Vogel betreibt einen derart großen Nestbau. Das Gelege besteht aus 2 bis 7, durchschnittlich aus 3 Eiern. Die Brutdauer beträgt 30 bis 32 Tage, während der beide Partner abwechselnd brüten

Internationale Bestandserfassung

Ein Schwerpunktprojekt in den Jahren 2004/2005 und 2013/2014 war der Internationale Weißstorchzensus.

Zensusergebnisse: Die Westpopulation hat seit 1994/95 um 85 Prozent zugenommen und besteht aus etwa 52.000 Paaren. Die Ursachen für den starken Bestandsanstieg der Westpopulation liegen vor allem am veränderten Zugverhalten vieler westziehender Weißstörche. Diese Vögel bleiben im Winter auf der Iberischen Halbinsel und ernähren sich vorwiegend auf Mulldeponien und Reisfeldern. Dies hat wahrscheinlich eine geringere Wintersterblichkeit zur Folge. Dadurch stiegen die Bestände an und die Population hat sich nach Norden ausgebreitet.

 

Das Storchennest auf unserem Golfplatz wurde im März 2015 in der Hoffnung aufgestellt, dass es in diesem Jahr von einem Storchenpaar bewohnt wird. Interessenten haben es bereits im letzten Jahr in Augenschein genommen. Futter dürfte mit Fröschen, Fischen und Mäusen genügend vorhanden sein.


Weißstorch hinterm Teich Bahn 1 in Hainmühlen
Storchenpaar besichtigt 2015 unser Nest

.